Die beiden Cops Jimmy Monroe ( Willis ) und Paul Hodges ( Morgan ) haben sich in New York mit allerhand mexikanischen Gangstern rumzuschlagen und gehen dabei mitunter recht unkonventionell zur Sache. Hinter den Mauern des Polizeireviers sorgen sie damit für manchen Lacher, als sie allerdings draußen einen Einsatz komplett versauen, sind Marke und Dienstwaffe erst einmal weg… Für Monroe gerade ein ziemlich unpassender Zeitpunkt, denn er braucht jeden Dollar für die Hochzeit seiner Tochter. Undenkbar, dass der gutbetuchte Nachfolger an der Seite seiner Ex-Frau die Rechnung übernimmt, weswegen Jimmy an sein Schatzkästchen geht und eine extrem seltene Baseball-Sammelkarte zu Geld machen will. Dummerweise wird diese prompt geklaut und da Monroe und sein Partner gerade viel Freizeit haben, machen sie sich auf die Jagd nach den Dieben und der Karte…
Bruce Willis ist wieder mit der Polizeimarke in New York City unterwegs. Ein Schelm, wer an seine populärste Rolle, den Polizisten John McClane, denkt, wenn Willis mal wieder geschieden, desillusioniert und mit flinkem Abzugsfinger den bösen Jungs nachrennt. Mit seinem Partner, dem in Deutschland eher unbekannten Stand-Up-Komiker Tracy Morgan, bildet er das typische Cop-Kumpel-Gespann, welches Regisseur Kevin Smith in Anlehnung an große Action-Klamotten wie „Lethal Weapon“ oder „Nur 48 Stunden“ mit jeder Menge lockeren Sprüchen von Gag zu Gag stolpern lässt. Die latent mitschwingenden Retrotöne werden durch den Synthesizer-Soundtrack von 80er-Jahre-Filmmusikikone Harold Faltermeyer noch zusätzlich unterstrichen.
Independent-Filmer Smith gelingt es nicht, mit seiner Originalität das durchschnittliche Drehbuch der Brüder Cullen aufzupeppen. Die Handlung von „Cop Out“ ist nur Staffage für einen, in großen Teilen, mäßig witzigen Film – der Humor agiert fast ausschließlich unter der Gürtellinie und dürfte nicht jedermanns Sache sein. Auch die Mischung aus dem ruhigen, abgeklärten Willis und der Quasselstrippe Morgan zündet nur bedingt. Bruce Willis in einer solchen Rolle kommt beim Publikum fast immer an, aber ein Revival des Dauerredefeuers à la Eddie Murphy raubt schnell einige Nerven. Mit großartigen Innovationen kann „Cop Out“ leider nicht aufwarten und für eine Hommage an die Buddy-Movies alter Schule reicht es ebenso wenig – alles schon mal gesehen, mag man sagen. Vor allem aber: alles schon mal besser gesehen.
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