“Einer für alle, alle für einen!” Dies ist das Motto der drei Musketiere unter welchem sie auch 2011 auf der Leinwand fechten. Regisseur und Mit-Produzent Paul W.S.Anderson ist verantwortlich für dieses 3D-Spektakel. Neben Logan Lerman als D’Artagnan spielen Ray Stevenson, Matthew Macfadyen und Luke Ewans die drei Musketiere Porthos, Athos und Aramis. Der junge Hitzkopf D’Artagnan macht sich auf die Reise nach Paris um Musketier zu werden. Als Provinzler eckt er aber gleich nach seiner Ankunft gründlich an. Doch bald darauf gewinnt er die Freundschaft der drei unzertrennlichen und besten Musketiere des Königs. Zusammen kämpfen sie gegen den Schurken Rochefort, den gefährlichen Kardinal Richelieu und die tödlich intrigante Lady de Winter. Diese wollen nur eines: Die Herrschaft des französischen Königs Ludwig XIII. brechen. Dafür gehen sie buchstäblich über Leichen. D’Artagnan und seine Freunde werden sich sehr anstrengen müssen, um die gefährlichen Pläne zu vereiteln…
Mit einem Budget von über 11 Millionen Euro wurden die “Drei Musketiere” zu neuem Leben erweckt. Genauer gesagt, die Helden wurden Computer-”reanimiert”. Regisseur Anderson drehte in Bayern und Babelsberg. Schloss Herrenchiemsee wurde zum französischen Versailles ernannt. Zahlreiche Stars konnte Anderson gewinnen: Christoph Waltz als Kardinal Richelieu, Orlando Bloom als Herzog von Buckingham und die schöne Milla Jovovich als Lady de Winter. Til Schweiger spielt als Graf Caligostro eine weitere Nebenrolle.
Anderson hat Action-Filme wie “Resident Evil” gedreht. Dies wird bei den drei Musketieren nur allzu deutlich. Die Verantwortlichen wollten wohl vor allem einen 3D-Blockbuster erschaffen. Den Kinozuschauer erwartet ein gewaltiges Action-Feuerwerk. Manchmal erscheint es einem aber leider wie eine Mischung aus “Resident Evil” und James Bond. Die historische Handlung des 1849 erschienenen Romans von Alexandre Dumas bleibt bei dem Action-Spektakel leider auf der Strecke. Auch die nur allzu “moderne” Sprache stört die Atmosphäre einer barocken Umgebung. Als “Augenschmaus” für Action-Freunde ist der Film sicherlich tauglich. Wer hingegen auf eine romangetreue Umsetzung des klassischen Stoffes hofft, wird das Kino enttäuscht verlassen.
Fazit: Nicht immer ist lauter und gewaltiger auch besser. Wenn historische Helden zu computeranimierten Actionhelden mutieren, verspielen sie den Kredit als Klassiker in die Filmgeschichte einzugehen…
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