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Das Bildnis des Dorian Gray, eine tragische Sittenverderbnisgeschichte

Das Bildnis des Dorian Gray, eine tragische Sittenverderbnisgeschichte

Bei dem Film “Das Bildnis des Dorian Gray” handelt sich es sich um eine Adaption des gleichnamigen Roman-Klassikers von Oscar Wilde. Die Hauptrollen in dem Film-Drama spielen Ben Barnes und Colin Firth.
Als der junge und gutaussehende Dorian Gray (Ben Barnes) nach London kommt, um das Erbe eines herrschaftlichen Anwesens anzutreten, ist er von seinem Wesen her ein gutherziger und liebevoller Mensch. Aufgrund seines Umganges mit dem unmoralischen Zyniker Lord Henry Wotton (Colin Firth), dem nichts heilig zu sein scheint, ändert sich Gray jedoch mehr und mehr hin zu dessen Anschauungen. Nachdem ein berühmter Maler der Stadt von Gray ein Porträt angefertigt hat, äußert er, ohne die Konsequenzen zu ahnen, den Wunsch auch seine Seele preiszugeben, wenn er dafür ewig so jung wie auf dem Bild bleiben würde.

Kurz darauf nimmt Gray wahr, dass alle Wunden an ihm sofort heilen und anstelle dessen sein Porträt sich verändert und seine Schönheit verliert. Da Gray fortan weiß, dass er seine Jugend nie verlieren wird, sondern nur auf dem Porträt sein Aussehen einer gestalterischen Veränderung unterliegt, wird sein Wesen stetig unmoralischer und sein Lebensweg immer schuldbeladener. Den negativen Höhepunkt dieser Entwicklung stellt hierbei die bestialische Ermordung des Malers dar, der sein Porträt anfertigte. Damit er sich nicht mit den polizeilichen Untersuchungen bezüglich der Aufklärung des Mordes an dem Maler konfrontieren muss, geht er auf Reisen – und zwar weit über zehn Jahre hinaus. Als er zurückkommt, ohne gealtert zu sein, hat sein inzwischen altersmilder gewordener Freund Henry eine Tochter, die vom Alter her Grays jugendlichem Aussehen entspricht. Beide verlieben sich schließlich und Gray beabsichtigt mit ihr in Amerika ein neues Leben zu beginnen.
Der Film ist vor allem eines: eine bemerkenswert gute Umsetzung von Wildes Buch-Klassiker. Dabei wurde ganz besonders auf eine Stilechtheit des Looks geachtet, um das prunkvolle Viktorianische Zeitalter wiederzubeleben. Dadurch werden auch umso mehr die großen moralischen Schattenseiten und die Sittenverderbnis dieser Zeit, exemplarisch an den beiden Personen Wotton und Gray, sichtbar – und es entsteht eine emotionale Anteilnahme. Denn Gray wird ja erst durch das Eintauchen in die bis ihm vorher fremde unmoralische Welt ein absolut skrupelloser Mensch. Und hierin liegt die Tragik, die einen berührt – und was der Film überaus gekonnt schafft zu vermitteln.

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