In “Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten”, auch bekannt unter dem Alternativtitel “Fluch der Karibik 4″ ließ Regisseur Rob Marshall die Piraten im Auftrag von Walt Disney Pictures erneut in See stechen und schickte Johnny Depp in seiner Rolle als Captain Jack Sparrow ein viertes Mal in ein turbulentes Abenteuer auf hoher See.
Der Film stellt das Sequel zu den vorangegangenen drei Piratenfilmen dar, verzeichnet jedoch einige Neuheiten, beispielsweise fanden die Dreharbeiten nicht, wie bei den ersten drei Teilen der “Fluch der Karibik”-Filme, in der Karibik statt, sondern die Szenen wurden größtenteils in Hawai abgedreht.
Auch standen Johnny Depp in seiner Paraderolle als Captain Jack Sparrow nicht mehr Orlando Bloom und Keira Knightley als William “Will” Turner und Elizabeth Turner, geb. Swann zur Seite, stattdessen wurde als weiblicher Gegenpart die exotische Schönheit Penélope Cruz eingesetzt, die in ihrer Rolle als Angelica die Tochter des berüchtigten und unheimlichen Piraten Blackbeard (Ian McShane) verkörperte. Da Cruz während der Dreharbeiten zu “Fluch der Karibik 4″ schwanger war, wurde in einigen Szenen ihre Schwester, Monica Cruz, als Double eingesetzt, die ihrer Schwester verblüffend ähnlich sieht.
Zu wahrhaft fremden Gezeiten stechen die Piraten bei diesem Teil in See, denn in “Fluch der Karibik 4″ gilt es nicht, sich Geisterschiffen oder Riesenseeungeheuern entgegenzustellen, sondern die Suche nach der sagenumwobenen Quelle der ewigen Jugend ist der Antrieb für wilde Seeabenteuer und bringt die Begegnung mit dem schauerlichen Blackbeard und seinem Schiff mit sich, die Angriffe ebenso schöner wie gefährlicher Seejungfrauen, deren Tränen benötigt werden, um zur Quelle zu gelangen. In einem spannungsgeladenen Showdown versuchen die konkurrierenden Gruppen um Jack Sparrow und Blackbeard die ewige Jugend zu erlangen und haben sich bei Erreichen ihres Ziels einem Kampf mit den Spaniern zu stellen, die ebenfalls dort angelangt sind…
Zwar verkörpert Johnny Depp den schrägen Captain Jack Sparrow in gewohnt gekonnter Manier und auch die Schwestern Cruz als Angelica wissen in ihrer undurchsichtigen Rolle zu überzeugen, dennoch schafft es “Fluch der Karibik 4″ nicht, nahtlos an seine Vorgänger anzuknüpfen. Die Handlung zieht sich trotz spannender Momente in die Länge, das Finale ist durchweg vorhersehbar konstruiert und auch der Witz der Dialoge lässt in diesem Sequel zu wünschen übrig. Eingefleischte Fans der Piratenfilme mögen auf ihre Kosten kommen, jedoch wird sich auch ein begeisterter “Fluch der Karibik”-Liebhaber etwas wehmütig an den Elan der vorangegangenen Filme erinnern und sich deren abenteuerliche Kampfszenen auf offener See herbeiwünschen. Grandios bleibt in “Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten” lediglich der Soundtrack, der wie auch in den drei ersten Teilen der “Fluch der Karibik”-Filme von Hans Zimmer, einem Meister seines Fachs, stammt.
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