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Footloose

Footloose

Nach dem Umzug mit seiner Mutter landet der junge Ren MacCormack in einem Provinznest, indem der Rock’n'Roll verpöhnt ist. Der Reverend vor Ort hat nach dem Unfalltod seines Sohnes dafür gesorgt, dass die “Musik des Satans” wie er sie nennt verboten wird. Obendrein gibt es auch keine Partys und Tanzveranstaltungen mehr, was den ehemaligen Großstädter Ren ziemlich stört. Gleiches gilt für Ariel Moore, die Tochter des Reverends. Sie findet schnell Gefallen am rebellischen Ren, der zudem plant die Musik wieder zurück in das Provinznest zu bringen, indem er eine große Party in der Stadthalle veranstalten möchte…

Das aus dem Jahr 1984 stammende Original “Footloose” war ein Tanzfilm, der große Wellen schlug und auch heute noch zu den besten Filmes des Genres zählt. Alleine die Tanzszene von Kevin Bacon hat viele Zuschauer damals in ihren Bann gezogen. Ob es wirklich gelingen kann, wenn er derart vom Kult getragener Film eine Neuauflage erlebt? Regisseur Craig Brewer, der bisher für einige TV-Produktionen verantwortlich war und mit “Hustle & Flow” bereits 2005 einen Tanzfilm auf die große Leinwand brachte, hat es zumindest versucht. Und er ist dabei in sehr vielen Punkten verdammt nahe am Original geblieben. Wo man sonst eher Abwandlungen und eine Annäherung an den modernen Musikgeschmack vorfindet, bleibt beim Remake von “Footloose” alles herrlich klischeehaft und traditionell zugleich. Man darf sich daher sogar die Frage stellen, ob das Remake überhaupt hätte sein müssen, wenn es denn so nahe am Original gehalten wurde. Natürlich gelingt es nicht, das Flair des großen Vorbilds zu 100% einzufangen. Das war jedoch bereits von vornherein klar und ist wohl das schwere Los eines zu ziemlich jeden Remakes.

“Footloose” überzeugt dagegen in seiner Neuverfilmung mit einem sympathischen Hauptdarsteller. Kenny Wormald macht seinen Job dabei mehr als ordentlich und wirkt auf der Leinwand herrlich erfrischend. Seine Erfahrung in Filmen wie “Center Stage: Turn it up” sowie der TV-Serie “Dancelife” lassen ihn zur optimalen Besetzung für die Rolle werden, da er sich gut bewegt und ein unglaubliches Körpergefühl beim Tanzen hat. An seine Seite wurde Julianne Hough gecastet, die zumindest optisch überzeugt und mit ihrer Rolle neben Cher und Christine Aguilera in “Burlesque” ebenfalls bereits Erfahrung im Genre vorweisen kann. Ihr Schauspiel dagegen bleibt leider etwas unterkühlt und unsympathisch, so dass man Rens Anziehung für ihre Filmfigur Ariel nicht wirklich nachvollziehen kann. Dennis Quaid sowie Andie MacDowell in ihren Nebenrollen können dagegen überzeugen.

Liebhaber des Originals können auch mit der Neuverfilmung von “Footloose” ihren Spaß haben. Wer sich nicht an den schnellen Schnitten stört, kann die Musik, die authentische Handlung im Vergleich zum großen Vorbild sowie Kenny Wormald als sympathischen Hauptdarsteller genießen. Wer allerdings nichts mit Tanzfilmen anfangen kann, braucht sich “Footloose” nicht anschauen.

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