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Prince of Persia – Der Sand der Zeit

Prince of Persia – Der Sand der Zeit

Computerspiele und Kinofilme haben mehrere Gemeinsamkeiten. Eine davon ist, dass die Adaption in das jeweilige andere Medium meist fehlschlägt; die Qualität von verfilmten Spiele und „verspielten Filmen“ lädt meistens eher zum Davonlaufen als zum Anschauen ein. Ausnahmen bestätigen aber glücklicherweise die Regel. Eine dieser Ausnahmen ist „Prince of Persia – Der Sand der Zeit“. Der Sommer Blockbuster basiert auf dem gleichnamigen PC-Spiel und kann die Qualität des Vorbilds halten.

Prinz Dastan (Jake Gyllenhaal) hat eigentlich kein blaues Blut in seinen Adern. Während seiner Kindheit wurde der Junge von König Sharaman (Ronald Pickup) auf einem Marktplatz aufgegabelt, nachdem der kleine Dastan in einem Straßenkampf seinen Mut unter Beweis gestellt hat. Seitdem kümmert sich Nizam (Ben Kingsley) um das Aufziehen des jungen Prinzen, der mittlerweile zu einem waschechten Soldaten herangewachsen ist. Zusammen mit seinen Brüdern Tus (Richard Coyle) und Garsiv (Toby Kebbell) belagert Dastan als Führer der persischen Armee die Stadt Alamut, bei dessen Eroberung ihm ein geheimnisvoller Dolch in die Hände fällt, mit dem Dastan die Zeit selbst um einige Sekunden zurückdrehen kann. Alles scheint nach Plan zu verlaufen, als plötzlich König Sharaman vergiftet aufgefunden und Dastan als Hauptverdächtiger beschuldigt wird. Zusammen mit Prinzessin Tamina (Gemma Arterton) flieht Dastan aus der eroberten Stadt um seine Unschuld zu beweisen, und gleichzeitig einen alten Bekannten davon abzuhalten, mithilfe des Sands der Zeit die Herrschaft über Persien und schließlich die ganze Welt an sich zu reißen…


Über 150 Minuten lang jagen Regisseur Mike Newell und Produzent Jerry Bruckheimer, der immer vor Ort zu sein scheint, wenn es ans Eingemacht geht, Prinz Dastan durch einstürzende Tempelanlagen, gegnerische Pfeilhagel und Raum und Zeit. Dass Jake Gyllenhaal („Donnie Darko“, „Zodiac“) eigentlich kein typischer Actionheld ist, kommt dem amerikanischen Schauspieler zu Gute. Denn neben Muskeln und grimmigen Gesichtsausdrücken kann Gyllenhaal mit seinem lockeren Humor und einem noch immer jungenhaft aussehenden Gesichtsausdruck dem Film den nötigen humoristischen Kick geben, um nicht als seelenloses Effektfeuerwerk an den Kinokassen unterzugehen.
Der zweieinhalbstündige Film leider jedoch mitunter an seiner Länge: Es schleicht sich das Gefühl ein, dass der Hang Hollywoods in den letzten Jahren meist auf überlange Popcorn-Movies für den Sommer zu setzen, diesem Film nicht unbedingt gut tut; weniger wäre hier teilweise mehr gewesen. Vielleicht beim nächsten Mal, denn eine Fortsetzung ist ob des zu erwartenden Erfolgs schon fast vorprogrammiert.

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