Der Film Ghostwriter gehört zum Genre der Politthriller. Die Hauptfigur des Films von Starregisseur Roman Polanski ist ein britischer Ghostwriter, gespielt von Ewan McGregor. Er soll die Memoiren von Adam Lang, dem früheren britischen Premierminister, druckfertig überarbeiten. Also fliegt er in die USA und begibt sich auf eine einsame Insel an der Atlantikküste namens Martha’s Vineyard. Dort befindet sich Adam Lang mit seiner Frau und seinem ganzen Betreuerstab, abgeschottet in einem hochgesicherten Domizil.
Dort angekommen erfährt der Ghostwriter vom Tod des früheren Beraters von Adam Lang, Michael McAra, der vorher für die Veröffentlichung verantwortlich war. Unter extremem Zeitdruck soll der Ghostwriter nun das Buch fertig stellen, gerät aber zusehends in die persönlichen Verwicklungen von Adam Lang und seinem Umfeld mit hinein. Öffentliche Anschuldigungen von politischen Verfehlungen Adam Langs rufen Presse und Demonstranten auf den Plan. Ebenso wird dem Ghostwriter immer mehr bewusst, dass auch der Tod von Michael McAra offenbar kein Zufall war und dass hinter all den offensichtlichen Gegebenheiten viel mehr dahinter steckt. So beginnt der Ghostwriter mit eigenen Recherchen und trifft dabei auf immer seltsamere Personen.
Der Film selbst wird in erster Linie von seinen düsteren und teils auch verstörenden Bildern getragen, die perfekt zum entschleunigten Handlungsablauf der Story passen. Der ständige Regen, das düstere Meer, die einsamen Strände und der alles durcheinander wehende Wind wurden von Polanski als Stilmittel nahezu ideal in den Film eingearbeitet. Dazu kommen die vielen undurchsichtigen Figuren, die oft nur eine Randnotiz des Films sind, aber erheblich dazu beitragen, den Zuschauer an den Film zu fesseln. Schauspielerisch überzeugen in Ghostwriter vor allem Ewan McGregor und Olivia Williams als Ehefrau Ruth Lang, aber auch Nebendarsteller brillieren wie Altstar Eli Wallach als alter, einsamer Mann. Ebenso überragend bringt sich Tom Wilkinson ein, der trotz dieser Nebenrolle eine Schlüsselposition am Filmende einnimmt und dennoch mit seinem Schauspiel ein Highlight des ganzen Films ist.
Der langsame Start mit zeitweise überragend intelligenten und witzigen Dialogen trägt den ersten Teil des Films, bei dem die Memoiren von Adam Lang noch keine zentrale Rolle spielen. Erst als der Ghostwriter eigene Ermittlungen anstellt, kommt die eigentliche Story des Films in Fahrt.
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