Was passiert, wenn Gott sauer auf die Menschheit ist, zeigt sich in Scott Stewarts Regie-Debüt “Legion”. Der apokalyptische Action-Thriller beginnt scheinbar harmlos, entwickelt sich aber schnell zu einem düsteren Überlebenskampf, in dem zwei Erzengel um die Zukunft der Menschheit streiten. Und das in Hollywood-typischer Untergangsmanier.
Wir schreiben den 23. Dezember, es ist kurz vor Weihnachten. Gott hat den Glauben an die Menschheit verloren und schickt eine Legion von Engeln auf die Erde, um alles Leben auszulöschen. Unter ihnen der Erzengel Michael, gespielt von Paul Bettany, der schnell die Seiten wechselt, sich seiner Flügel entledigt und sich gegen die bösen Mächte stellt.
Schauplatz ist während des ganzen Films ein abgelegenes Diner. Dort treffen sich zu Beginn des Films verschiedene Charaktere. Unter ihnen Dennis Quaid, der den launigen Dinerbesitzer mimt, sein Sohn, ein Koch, eine schwangere Kellnerin, deren ungeborenes Kind die einzige Hoffnung der Menschheit sein wird, ein Ehepaar samt Tochter und ein mysteriöser Schwarzer. Das Szenario ändert sich, als eine klapprige alte Dame auftaucht, die an die Decke springt, einen Gast anfällt und ihre dämonische Seite zeigt. Schon bald taucht eine ganze Armee von Engeln auf, denen sich Michael und die anderen Diner-Besucher stellen müssen. Teil der gottgesandten Legion ist der von Kevin Durand gespielte Erzengel Gabriel, der über seinen ehemals beflügelten Kumpel und die schwangere Kellnerin Charlie richten soll. Zwischen Michael und Gabriel kommt es schließlich zum großen Showdown …
Fazit: Legion lässt anfangs viel Potential vermuten, entpuppt sich aber leider als Flop mit B-Movie-Charakter. Die Story ist löchrig, die gefallenen Engel sind vielmehr Zombies und recht eindimensional und nach den ersten, actiongeladenen Szenen schläft der Film zusehends ein. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, vor allem die nach dem Sinn des Films! Regisseur Scott Stewart ist das, was anderen wie Roland Emmerich (2012) gelungen ist, leider nicht geglückt. Legion bleibt weit hinter den Erwartungen zurück und auch der eigentlich vielversprechende Cast enttäuscht.
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