Bei dem Thriller “Vergebung” handelt es sich um die Verfilmung des dritten Teiles von Stieg Larssons “Millennium”-Trilogie. Wie in den beiden Teilen, “Verblendung” und “Verdammnis”, zuvor, spielen die Hauptrollen Michael Nyqvist (Mikael Blomkvist) und Noomi Rapace (Lisbeth Salander).
Der Film knüpft nahtlos an das Ende des 2. Teiles an, nachdem ihr Vater sowie ihr Halbbruder Lisbeth umbringen wollten. Denn Lisbeth und ihr Vater liegen nun schwerverletzt im gleichen Krankenhaus und ihr äußerst gefährlicher Halbbruder ist auf dem Weg zu ihr, um ihr Leben endlich auszulöschen. Die innerhalb Schwedens eine geheime Gruppe bildende Sicherheitspolizei plant währenddessen ebenso Lisbeth und ihren Vater, der ein ehemaliger Überläufer von Russland nach Schweden war, zu eliminieren. Seine Staatsflucht wurde nämlich nie publik gemacht und die Bekanntmachung dieser Vertuschung würde eine brisante Staatsaffäre auslösen. Zwar gelingt es Lisbeths Vater zu töten, Lisbeth selbst aber entgeht dem Attentat. Als Lisbeth aufgrund verschiedener ihr vorgeworfener Delikte angeklagt wird, versucht die Sicherheitspolizei sie gleichzeitig dadurch für immer zum Schweigen zu bringen, dass sie ein gefälschtes psychiatrisches Gutachten heranführt. Hierdurch soll bewiesen werden, dass sie schwer psychisch gestört ist und in permanente psychiatrische Sicherheitsverwahrung gehört. Besonders heikel an dem Vorhaben der Sicherheitspolizei ist aber, dass der mit ihnen unter einer Decke steckende Psychiater auch für die zahlreichen Misshandlungen verantwortlich ist, die Lisbeth als Kind erlitten hat. Dank der Ermittlungen des Journalisten Blomkvist, wird jedoch nicht nur die Identität der Sicherheitspolizei und sämtlicher Angehöriger offengelegt, sondern auch die Verstrickungen zu ihrem Vater und ihrem einstigen Psychiater. Deshalb wird Lisbeth freigesprochen, aber ihr Halbbruder wartet noch auf sie.
Da “Vergebung” der letzte Teil einer Trilogie ist, kommt man nicht so leicht in die Geschichte rein, wenn man die beiden anderen Teile nicht kennt. Denn der Film setzt dort ein, wo der 2. Teil geendet hat. Zudem erschwert die sehr epische Erzählweise, in der sehr viele Personen vorkommen, den Einstieg in den Film. Nachdem man aber immer mehr begriffen hat, welche Verstrickungen existieren, und man wahrnimmt, wie sich die Situation dadurch für alle Beteiligten immer mehr zuspitzt, wird der Film von Minute zu Minute spannender. Besonders gelungen hierbei ist der häufige Kontrast zwischen den Gerichtsszenen und Blomquists Ermittlungen, in denen jeweils die große Verkommenheit der Sicherheitspolizei und des Psychiaters aufgezeigt wird. Große Tiefe und Berührung erreicht der Film schließlich dadurch, dass er exemplarisch anhand eines Opfers, furchtbare menschliche Gräueltaten offenlegt.
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